Freitag, 2. Juni 2017

Frauenburg ( Frombork) - Königsberg Kaliningrad)

Kurz vor 8.30 Uhr mache ich mich auf den Weg. Heute ist eine gut befahrbare Hauptstrasse angesagt.
Je näher ich der russischen Grenze komme, je geringer wird der Verkehr, 10 km vor dem Übergang besuche ich einen russischen Soldatenfriedhof. Es ist nicht der Einzige in der Gegend. Die Schlachten müssen viele Opfer auf beiden Seiten gefordert haben.


Die Wartezeit Bein Grenzübertritt hält sich im Rahmen. An beiden Stellen muss ich mein Gepäck öffnen. Eine reine Alibi Übung, da es den Zollbeamtinnen lediglich um das öffnen geht.
Ein interessantes Erlebnis habe ich, als ich zu Fuss, vom polnischen zum russischen Zollhaus gehe. Von beiden Seiten bewegt sich eine Dreierdelegation aufeinander zu. Bei den Polen ist einer uniformiert. Die 5 Anderen, im Massanzügen, mit Aktentaschen und Plastiksäcken (Geschenke?). Wie im Kino!
Kaum in Russland, fällt sofort auf wie ungepflegt, unfertig und ärmlich die Häuser sind.  Autos hat es, bis kurz vor Kaliningrad nur alte, vorwiegend Audi 80/100 und VW, die mindestens 25-35 Jahre alt sind. Und oft stinken sie. Nicht selten stösst so ein Vehikel beim anfahren oder Schalten eine schwarze Wolke aus. Hat es nicht früher Autos aus russischer Produktion gegeben? 





Eine Seltenheit: die Anschrift nicht in kiryllische Schrift und deutsch. Das Restaurant Haus Hafen, direkt neben Hafen und Leuchtturm des ehemaligen Dorfes Brandenburg.

 Der GPS führt mich direkt vor das Hotel Ibis, wo ich sehr freundlich eingecheckt werde. Anstelle der geplanten zwei Nächte werde ich nur eine bleiben. Das Velo kommt in einen absperrbaren Raum und ich stille meine Hunger mit einer Bortsch Suppe. 





Die Freude bei der Stadtbesichtigung hält sich im Rahmen. Der Effekt der S/W Aufnahmen gelingt: die Aufnahmen könnten auch 40 Jahre alt sein. Ich bin enttäuscht, hatte zu hohe Erwartungen. Gibt man bei Google "Königsberg 1930" ein, sieht man weshalb.




Bier wird in Kaliningrad auch "to go" auf der Strasse verkauft😉





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