Wie bereits berichtet, bietet die Altstadt, ausser einigen sehr schönen Bauten, wenig architektonisch hochstehendes. Fährt man einen Kilometer weiter hinaus, stehen Reihenweise intakte Bauten, vermutlich aus der goldenen Zeit vor dem 1. WK. Nachfolgendes Bild: der Tag danach!
Um 10.49 (pünktlich) fährt der Zug. Keine Aircon. Jedoch Fenster die sich öffnen lassen. Wie früher. Kurz vor der Abfahrt setzen sich zwei sehr ungleiche Herren ins Abteil neben mich. Der eine im hellblauen Anzug, mit einem hochroten Kopf redet sehr laut und erinnert mich an den Typ Parteibonzen in der Zeit vor der Wende.
Der andere, mit langen Haaren, einem roten Foulard über dem weissen Hemd, scheint mir eher der Intellektuelle, der Künstler. Als wir, dank meinen Pringles, die ich den Herren, die mittlerweile ihre Bierdosen geöffnet haben, ins Gespräch kommen, bestätigt sich meine Einschätzung zu 100%!
Nur Jupi (Jupeter) spricht englisch, aber dies perfekt. Wir diskutieren über die Zeit der Wende und die jeweiligen Vor- und Nachteile der Systeme. Ein interessantes, ja freundschaftliches Gespräch entsteht, an dessen Ende mich Jupi zum Kanufahren im August einlädt!
In Gdynia sehe ich auf dem Perron nebenan, dass es in Polen durchaus auch andere Züge gibt. Gemütlich fahre ich durch den Hafen und bin überrascht über die vielen Menschen, die bereits in der kaltem Ostsee baden. Das neue Hotel Rozany ****, liegt et was ausserhalb. Alles tiptop für CHF 62 inkl. Zmorge!
Beim Bier habe ich die Gelegenheit mit einem Penionierten Seemann zu diskutieren. Auch er ist mit der polnischen Regierung nicht einverstanden und hinterfragt die Demokratie als solches, ohne jedoch eine Alternative zu kennen.Der Heilbutt im Restaurant direkt am Quai ist sehr gut. Es ist 23 Uhr. Gute Nacht





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