Dienstag, 23. Mai 2017

Anreise und erster Tag in Berlin

Globalisierung bei der Bahn: meine Reise von Basel nach Berlin in einem Schlafwagen der ÖBB, mit einer deutschen Lok und einem Velowagen der SBB! Der Wagen ist dasselbe Modell wie damals, einfach übernommen von der DB, das Bett hat dieselbe Härte. Der Wagen mit meinem Velo befindet sich zuhinterst, der Schlafwagen fünf, das Bistro weitere sechs Wagen weiter vorne. Ich lege mich bald auf die Pritsche, schlafe schnell ein und erwache stündlich. Kaffeeservice 05.30 h, Ankunft 06.15 h mit einigen Minuten Verspätung.


Das Wiener Frühstück bei Einstein ist lecker und kostet €16. Unter den Linden wird gebaut. Unglaublich...... und alles sind öffentliche Bauten. 
Das Museum der DDR ist beim ersten Anlauf eines Besuches übervoll mit US Schülern.  Überhaupt, ohne Amis hätte Berlin vermutlich nur die Hälfte an Touristen. Ich verzichte. Die Hackeschen Höfe und das ganze Quartier sind immer einen Besuch wert. Das Museum im Gropius Bau ist Montags geschlossen, aber der Pavillon  "Topographie des Terrors" direkt neben Gropius ist eine Entdeckung. Eindrücklich, wie die Deutschen die Zeit von 1930 bis 1948 aufarbeiten. Bei den Bildern der "eingelochten" Oppositionellen und Journalisten denke ich an Erdogan. Fehlt nur noch die Todesstrafe. Auch der sorglose Umgang der Mächte damals mit Deutschland lässt mich an die Entwicklung in derTürkei denken.

Berlin ist noch eindrücklicher als ich es in Erinnerung hatte. Und es pulsiert. Abendessen beim Vietnamesen beim Alexanderplatz. Suppe, Riesenportion köstliches Hugn-Reishericht und ein Bier: auch €16!



Wovon bin ich müde? Ich weiss es nicht. Aber um 21.30 h lösche ich bereits das Licht.


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